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Trusted Information vs. Fakes

By 30. November 2021Dezember 2nd, 2021No Comments

„Smarte Technologien beherrschen unser Leben – Sicherheit muss gewährleistet werden!“ – Eine Aufforderung, die Jessica Fritz an den Anfang ihres spannenden Vortrags stellte.

Als Managerin digitale Technologien und Anwendungen beim VDE und als Ingenieurin der Computerwissenschaften betreut Jessica Fritz die Themen Mensch-Maschine-Interaktion, Industrie 4.0 und Trusted Information. National und International setzt sich der VDE mit KI- gestützten Bots und Fakes auseinander und wird dabei von vielfältigen Partnern unterstützt.

Auf der Website „thispersondoesnotexist.com“ sind künstlich erzeugte Gesichter zu finden. Auch wenn diese Menschen aussehen, als könnten sie uns auf der Straße begegnen, diese Personen existieren nicht.
Auch unter “vitualhumans.org“ sind mittels Bildern, Videos und Texten künstlich generierte Personen und Figuren dargestellt. Auf Instagram nehmen sie nicht selten die Position von „Role Models“ ein.

„Großes Potential – großes Risiko“ der „Deepfake – Barack Obama“ von 2018 zeigt deutlich die Gefahr der Missbrauchsmöglichkeiten. Noelle Martin, Opfer von „face swapping“ einer Methode, die zumeist Gesichter in pornografische Darstellungen montiert und veröffentlicht, klärt heute in vielen Medien über diese Missbrauchsgefahren auf. Insbesondere, dass diese Tat dem Zivilrecht unterliegt und die geschädigte Person die eigene Beweislast tragen muss.

„Ein Roboter hat diesen ganzen Artikel geschrieben hast du schon Angst, Mensch?“

GPT3 kann unter minimalen Vorgaben Texte ergänzen und selbst verfassen. Er ist der größte Natural Language Processing Transformer (NLP), der akkurat und effektiv menschliche Denk- und Argumentationsmuster reproduzieren kann. Die generierten Texte sind dabei so gut verfasst, dass Leser sie nicht mehr von Texten unterscheiden können, die von Menschen verfasst wurden.

Jessica Fritz erklärte den Teilnehmenden wie ein automatisch generiertes Fakeprofil mit Chat entsteht und KI Klone- vom echten Menschen abgeleitete Bots.

Was bedeutet dies für Demokratie, Wirtschaft und Zivilgesellschaft? Echte Stimmen können von Fälschungen übertönt werden, bis hin zu Täuschungen als primärer Modus des Wettbewerbs. „Die Liste der Gefahren ist groß und der Mensch ist langsamer als die Technik“, so Jessica Fritz.

Während reale Personen mit unterschiedlicher Meinung im Austausch sind können KI basierte Einwirkungen dazu führen, dass lediglich die eigene Meinung bestärkt wird beispielsweise in sozialen Medien. In der Filterblase oder Echokammer finden gegenteilige Meinungen keine Berücksichtigung – die Suche nach Reflexion ist schwer und zeitaufwendig.

So entstehen durch „Bot Armeen, Fake News und Falschbewertungen“ die die Sichtbarkeit von Anbietern und Agenturen künstlich erhöhen Schäden für konkurrierende Unternehmen.

Die Vision des VDE „Chancengleichheit „One Person – One Voice“ und die Errungenschaft des demokratischen Systems „One Person One Vote“ spielen eine große Rolle in der Vermeidung von Diskriminierung und im Aufbau des Vertrauens in eine starke digitale Gesellschaft.

SSI Selbst Souveräne Identitäten mit einer eigenen Wallet, die eIDAS Verordnung mit der digitalen Brieftasche und der Personalausweis mit eID Funktion stellen eine Möglichkeit dar, sich geschützt als eine garantiert authentische Person zu verifizieren und die eigenen Daten zentral zu nutzen und zu verwalten.

Den Abschluss bildeten Fragen der Teilnehmenden und die Empfehlung „Medienkompetenzen zu schaffen“ – Danke an Jessica Fritz für den interessanten Vortrag!

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